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PM 09/2021 Hotels und Restaurants sollen ab 4. Juni öffnen

28.05.2021

Erfurt, 28.05.2021 / „Nicht akzeptabel – um es noch sehr freundlich zu sagen“, charakterisiert Mark A. Kühnelt, Präsident des DEHOGA Thüringen e.V., die derzeitige Diskussion um die neue Thüringer Corona Verordnung. „Es kann gerade nicht sein, dass alle anderen Bundesländer lockern und Thüringen die restriktivsten Regeln beschließen und diese bis Ende Juni zementieren will.“

Weiter führt er aus: „Wenn die Gesundheitsministerin bei den Lockerungen weiter bremsen will, so wie sie es mehrfach betont hat, dann trägt sie die Verantwortung und möge sich auch öffentlich dazu bekennen, dass dem Tourismus und Gastgewerbe in Thüringen massiver Schaden zugefügt wird.  Wenn jetzt nicht akzeptable und pragmatische Regelungen kommen, dann hat unsere Branche keine Perspektive.“

Bei den geringen Einwohnerzahlen in den Landkreisen und kreisfreien Städten im Freistaat und der, entgegen der vom Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow, anlässlich der MPK vom 02.03.2021 gegebenen Protokollnotiz, dass nämlich der Inzidenzwert allein nicht Maßstab sein soll, sondern andere Indikatoren einbezogen werden müssen und auch eben vor dem Hintergrund, dass der Thüringer Stufenplan einen Korridor von 20 Prozent bei der Betrachtung der Werte vorsah, steht die massive Gefahr eines Jo-Jo-Effektes.

Mit der weiter zementierten Ausrichtung auf den Inzidenzwert, kann ein singuläres Ereignis, mit 30 positiv getesteten Personen (bei 50 Tausend Einwohnern = Inzidenz allein dadurch am Tag 60, auf 7-Tage 8,6), wobei auch dabei noch zu berücksichtigen ist, dass nicht die infizierten Personen, sondern allein die positiven Tests in die Berechnung einbezogen werden, was schlussendlich zu Doppelungen führt, sehr schnell dazu führen, dass Hotels und Restaurants wieder schließen müssen, weil der Inzidenzwert die 50ziger Grenze überschreitet.

„Unter diesen Umständen ist eine Planung kaum möglich und Gäste werden eher abgeschreckt“, fährt Kühnelt fort.

„Nach den mathematischen Modellrechnungen steht, auch ohne nicht berechenbare singuläre Ereignisse, damit die Sommersaison für das Thüringer Gastgewerbe in Gefahr“, äußert sich Dirk Ellinger, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Thüringen e.V.

„Die Kollegen in den Hotels und den Restaurants wollen, nach sieben Monaten Zwangsschließungen und dem damit erbrachten Sonderopfer endlich wieder für ihre Gäste da und gerade nicht von staatlichen Subventionen abhängig sein. Die Hotelbetten in Thüringen warten, genau wie die Restaurantplätze im Innenbereich, auf Gäste. Wir brauchen eine Perspektive und nicht wieder den nächsten Schock, dass erst der Inzidenzwert unter 50 sein und bleiben muss, bevor geöffnet werden darf und nicht wieder geschlossen werden muss.  Wir fordern die Gesundheitsministerin Heike Werner, dringend auf, in der neuen Verordnung die Öffnung der Innenbereiche der Gastronomie und die Beherbergung von touristischen Gästen bei einem Inzidenzwert von unter 100 zuzulassen.“, so Ellinger.

Selbstverständlich haben die gastgewerblichen Unternehmen Hygienekonzepte erstellt und werden diese auch umsetzen. Die Branchenregel ist aktualisiert, alle notwendigen Handreichungen sind erstellt und auch die Erfassung der Gästedaten ist gewährleistet. Das RKI hat mehrfach ausgeführt, dass das Gasgewerbe gerade kein Pandemietreiber ist!

Der DEHOGA Thüringen fordert im Übrigen auch umsetzbare und realistische Regelungen die bei den Unternehmern, Mitarbeiten und Gästen auf Akzeptanz stoßen und nicht blinder politischer Aktionismus sind.

Dementsprechend ist der dringende Appell an die Landesregierung des Freistaates Thüringen, lassen Sie uns ab dem 4. Juni öffnen!