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PM 11/2021 Aussagen der Ministerin Werner sind nicht akzeptabel

11.11.2021

Erfurt, 11.11.2021 / „Ich blicke jetzt gar nicht mehr durch.“, so die Aussage einer Thüringer Restaurantbetreiberin bezüglich der aktuellen Corona-Maßnahmen im Gastgewerbe.

Die Thüringer Corona-Verordnung wird in allen Landkreisen und kreisfreien Städten, durch teilweise unterschiedliche Allgemeinverfügungen verschärft, sodass ein Flickenteppich von aktuell 22 derartigen regionalen Verfügungen gilt, wovon allein in dieser Woche, bislang sieben geändert wurden.

70 Prozent der Thüringer gastgewerblichen Betriebe, so eine aktuelle Umfrage des DEHÒGA Thüringen, wenden die 3G-Regelung an.

„Wir verkennen nicht die aktuelle pandemische Lage, aber wir dürfen doch wohl im 20igsten Monat der Pandemie klare und vor allem wirksame Konzepte und Maßnahmen erwarten und nicht dieses Regelungs- und Umsetzungschaos, was sich derzeit in Thüringen abspielt und ein Ende nicht absehbar ist“, so Mark A. Kühnelt, Präsident des DEHOGA Thüringen.

Vor einer 2G-Regelung nur noch für Geimpfte und Genesene – bei Verschlechterung der pandemischen Situation, haben aktuell 81,6 Prozent der befragten gastgewerblichen Unternehmer Angst, insbesondere vor dem Hintergrund, weil immer noch nicht klar ist, wie mit Kindern und Gästen umgegangen werden soll, die eben nicht geimpft werden können. Gleiches gilt aber auch für ungeimpfte Mitarbeiter.

Seit der Einführung der Kostenpflicht für Tests, verzeichnen 50 Prozent der gastgewerblichen Unternehmen Umsatzausfälle, von im Durchschnitt 29 Prozent.

„Es gibt in unserer Branche kein augenscheinliches Infektionsgeschehen, welches immer weitere Einschränkungen, welche schließlich zur faktischen Unmöglichkeit eines Betriebes führen können, rechtfertigt. Insofern sind wir nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung“, führt Kühnelt weiter aus.

„Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass unsere Branche mit völlig unverständlichen Maßnahmen weiter eingeschränkt wird. Aktuell wird von einer flächendeckenden Einführung von 2G im Gastgewerbe gesprochen, gleichwohl insbesondere im privaten Bereich, den Altersheimen und den Kindergärten und Schulen die Ausbrüche stattfinden, so jedenfalls die Aussage des Gesundheitsministeriums. Ferner wird zudem noch mit umfassenden Kontrollen gedroht. Dabei muss schon die Frage nach der Verhältnismäßigkeit gestellt werden. Denn gerade die Berufsfreiheit ist ebenso ein verfassungsrechtlich hohes Gut, welches in unserer Branche seit 20 Monaten massiv eingeschränkt wird.“, zeigt sich Dirk Ellinger, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Thüringen., verständnislos.

Bislang berichten mehr als 90 Prozent der gastgewerblichen Unternehmer im Freistaat von geringen Umsätzen aufgrund der Zurückhaltung der Gäste, wobei gleichzeitig 64 Prozent anmerken, dass Veranstaltungen und Tagungen immer noch nicht wieder stattfinden.

„Und als ob das alles nicht genug ist, rät die zuständige Gesundheitsministerin angesichts der angespannten Corona-Situation von Betriebsweihnachtsfeiern ab. Bei solchen Partys werde auch Alkohol getrunken und Menschen würden sich nicht mehr vorsichtig genug verhalten. Frau Werner ist neben Gesundheit auch für Arbeit zuständig und gerade auch vor diesem Hintergrund ist eine solche Aussage inakzeptabel“, so Kühnelt abschließend.

Fast 70 Prozent der befragten gastgewerblichen Unternehmer befürchten bereits jetzt schon einen Umsatzrückgang von mehr als 30 Prozent zu Beginn des Jahres 2022 Deshalb fordert der DEHOGA Thüringen die Verlängerung der Überbrückungshilfe.

Ansprechpartner:

Dirk Ellinger                                                   Arlette Mengs
Hauptgeschäftsführer                                    Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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